Stationen unserer Führung |
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Zur Begrüßung geben wir Ihnen einen Überblick über die derzeitigen Justizvollzugsanstalten des Freistaates Sachsen. Wir zeigen Ihnen anhand einer Karte die Verteilung der einzelnen Anstalten im Freistaat und geben Ihnen einen kurzen Überblick über die einzelnen Aufgaben der jeweiligen Einrichtung. |
| Am Beginn unseres eigentlichen Ausfluges in die Geschichte des Sächsischen Strafvollzuges halten wir Rückblick auf die Lebens- und Leibesstrafen des Mittelalters sowie die Peinliche Halsgerichtsordnung Kaiser Karl V. die "Constitutio Criminalis Carolina", welche grundlegend für den Strafvollzug in Sachsen war und bereits 1532 auf dem Reichstag in Regensburg verabschiedet wurde. |
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Wir wenden uns nun den Folgen des dreißigjährigen Krieges und der damit verbundenen Einrichtung der ersten "festen Häuser" in Sachsen, beginnend um 1610 in Leipzig zu und erklären Ihnen am 1716 in Waldheim eröffneten Zucht-, Armen-, und Waisenhaus die Aufgaben einer solchen Einrichtung. Anhand des "Willkomm" machen wir deutlich, dass bis zu den Grundgedanken des heutigen Strafvollzuges noch ein weiter Weg zu beschreiten war. |
| Anschließend erhalten Sie am Beispiel einer Hausordnung für die Zuchthäuser Hoheneck und Waldheim aus dem 19. Jahrhundert, einen Einblick in den Tagesablauf, die Disziplinarklassen und das Strafregulativ der damaligen Zeit. Sie erfahren einiges über Karl May, der eine vierjährige Haftzeit in Waldheim verbüßte und gedenken schließlich des verdienstvollen Anstaltsarztes Dr. A. E. Knecht, der hier im Jahre 1876 die erste Irrenstation für männliche, geisteskranke Verbrecher in Deutschland eingerichtet hat. |
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Das Straf- und Justizvollzug auch nicht frei von Missbrauch in knapp drei Jahrhunderten geblieben ist, zeigen wir am Beispiel der jüngsten Geschichte. Wir befassen uns mit der Euthanasie und dem politischen Unrecht im Dritten Reich sowie den Waldheimer Prozessen aus dem Jahr 1950. |
| Einen weiteren Teil unserer Ausstellung nimmt der Strafvollzug der DDR ein. Wir erklären Ihnen an einem Haftraummodell aus dem Jahr 1968 die Unterbringung der Inhaftierten, den Tagesablauf und gehen an Hand von Erzeugnissen der damaligen Anstaltsbetriebe auf den Wirtschaftsfaktor Strafvollzug ein. |
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Der letzte Teil unserer kleinen Ausstellung ist dem Justizvollzug nach 1990 gewidmet, wobei wir auf den Tagesablauf eines Inhaftierten, die Unterbringung, Arbeit und Ausbildung und neue Projekte, wie Sozialtherapie und Erstvollzug eingehen. |
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| Die Mitglieder des Fördervereines des Sächsischen Strafvollzugsmuseums freuen sich auf Ihren Besuch und stehen Ihnen gern für weitere Ausführungen zu den einzelnen Abschnitten unserer Ausstellung zur Verfügung. |
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