Übersicht über die Justizvollzugsanstalten in Sachsen |
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Justizvollzugsanstalt Torgau |
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1810 Planung der Befestigung der Stadt Torgau auf Befehl Napoleon I. 1811 Die Stadt Torgau wird befestigt und das Fort Zinna als Teil der Gesamtbefestigung errichtet. 1890 Das Fort Zinna wird als Haftstätte zur Verbüßung von Militärstrafhaft genutzt. 1938 Errichtung des Kreuzbaus für ca. 1500 Gefangene. 1943 Das Reichskriegsgericht wird nach Torgau verlagert. Im Fort Zinna werden Militärangehörige gefoltert und zahlreiche Inhaftierte im Wallgraben der Anstalt erschossen. |
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| 1945 Das Fort Zinna wird sowjetisches Speziallager. 1949 Übergabe an die deutschen Justizbehörden. 1950 Eröffnung als Einrichtung für Strafvollzug. In Torgau werden verschiedene Arten der Freiheitsstrafe vollzogen, darunter befindet sich ein zunehmender Anteil von politischen Gefangenen. 1975 Vollzug der Freiheitsstrafe bei Männern im allgemeinen und erleichterten Vollzug. 1990 Fort Zinna wird eine Justizvollzugsanstalt des Freistaates Sachsen. |
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Justizvollzugsanstalt Zeithain |
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Die Einrichtung wurde 1976/77 überwiegend in Plattenbauweise erbaut. Bis zur Wende wurden in der damaligen Strafvollzugseinrichtung bis zu 600 Gefangene inhaftiert. Die Haftkapazität der heutigen Justizvollzugsanstalt beträgt 386 Haftplätze im geschlossenen Vollzug und 18 Haftplätze im offenen Vollzug. Hinzu kommen 24 Jugendarrestplätze. Die Strafvollzugseinrichtung (StVE) Zeithain wurde als Ersatzeinrichtung für das Barackenlager Riesa 1977 dem MdI übergeben. Sie hatte eine Kapazität von 512 Plätzen für männliche Gefangene. Im Jahre 1993 wurde die Justizvollzugsanstalt Zeithain durch den Freistaat Sachsen käuflich erworben. |
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| Somit konnten die ersten Baumaßnahmen begonnen werden. Durch das Sächsische Staatsministerium der Justiz wurde das Programm "Nutzer baut selbst" ins Leben gerufen. Eines der ersten Aufgaben war die Einzäunung der bestehenden Anlage mit dem Thiele Sicherheitszaun. Durch das Programm "Nutzer baut selbst" wurde das gesamte Hafthaus auf den damalig neuesten Stand gebracht. 1995 wurde der erste Spatenstich für die Errichtung einer Schule sowie für den Neubau des Freigänger- und Jugendarrestgebäudes vorgenommen. Außerdem wurde der Sportplatz saniert. 1996 Errichtung der Werkhalle. 1999 Auf Grund der ständig steigenden Gefangenzahlen war die Zielsetzung in schnellstmöglicher Zeit 20 Haftplätze zu schaffen. Das Containergebäude für die Unterbringung der Haftplätze wird auf dem Gelände aufgebaut. Errichtung einer sozialtherapeutischen Abteilung. |
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Justizvollzugsanstalt Zwickau |
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Einblicke in Bedingungen und Besonderheiten der Anstalt in den Jahren ihres Bestehens 1899 Nach 3-jähriger Bauzeit wird das Königlich-Sächsische Landgerichtsgefängnis am 1.11.1899 eröffnet. Es dient der Entlastung des alten Gefängnisses am Amtsgericht und sieht die Unterbringung von Untersuchungsgefangenen und solchen Strafgefangenen vor, welche Freiheitsstrafen bis zu drei Monaten zu verbüßen haben. |
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| 1902 Die Königliche Gefangenenanstalt ist Haftvollstreckungsort für männliche und weibliche Personen. Die Insassen sind Untersuchungsgefangene oder verbringen Gefängnisstrafen. Ferner gilt die Anstalt als Festungshaftort für Frauen und vollstreckt Gefängnisstrafen bei Jugendlichen. 158 Voll- und 20 Schlafzellen ermöglichen eine Belegung mit 300 Personen in Einzel- und Gemeinschaftshaft. Die Zellen sind mit Petroleumbeleuchtung und "Wasserclosets" ausgestattet. 1904 "Rosa Luxemburg wegen Majestätsbeleidigung vor dem hiesigen Landgericht" - titeln die Zwickauer Neuesten Nachrichten am 19. Januar 1904. Das Urteil dafür lautete auf drei Monate Gefängnis und Tragung der Kosten. Rosa Luxemburg trat am 26. August 1904 ihre Strafe im Landgerichtsgefängnis an. 1927 Für die Gefangenenanstalt II wird eingeschätzt, dass der bauliche Zustand gut ist, eine Erweiterungsfähigkeit aber nicht besteht. Mittlerweile sind Sammelheizung, elektrische Beleuchtung, Fernsprech- und Alarmanlage, Wasserleitung und Spülabortanlage in Betrieb. 1938 Das Untersuchungsgefängnis nimmt neben Untersuchungs- und Strafgefangenen auch Zivilhaftgefangene auf. Strafgefangene und arbeitswillige Untersuchungsgefangene betätigen sich mit Hausarbeiten, Tütenkleben, Pantoffelmachen, Borstensortieren und Flickarbeiten. Die Normalbelegung sieht Haftplätze für 176 Männer und 33 Frauen vor, wird aber mit einer Höchstbelegung von 302 Männern und 52 Frauen bei weitem überschritten. 1941 Nach einer Rundverfügung des Reichsministers der Justiz erfolgt die Umbenennung der Anstalt in Strafgefängnis und Untersuchungshaftanstalt Zwickau. Als "Selbstständige Vollzugsanstalten der Reichsjustizverwaltung" können sie mit 1200 Männern (Strafgefangene in Schloss Osterstein) und mit 175 Männern und 33 Frauen (Untersuchungshaftanstalt) belegt werden. 1.7.1945 - 27.5.1949 Die Anstalt wird von der sowjetischen Besatzungsmacht in Anspruch genommen. 1949 - 1990 In der DDR befinden sich in der Untersuchungshaftanstalt Zwickau Männer und zeitweise Frauen. Der Strafvollzug in der DDR zielte auf "die Erziehung zum Sozialismus durch strenge Disziplinierung, intensiven gesellschaftlich-nützlichen Arbeitseinsatz, staatsbürgerlichen Unterricht und die Vorbereitung der Wiedereingliederung durch Einbeziehung gesellschaftlicher Kräfte" ab. ...und heute Hinter den alten Mauern pulsiert das neue Leben. Eine Menge hat sich getan: Es ist aufgearbeitet, was die Vergangenheit an Unsicherem und an Unsicherheiten hinterlassen hatte. Sanierungsarbeiten sind unternommen worden - mit großem Wert auf die Bedürfnisse eines modernen Vollzugs. Das Haus hat sich einer Schönheitskur unterzogen und schmückt sich jetzt mit neuem Schieferdach und Fassade, teilweise neuen Mauern und Toren, mehr denn je die architektonische Einheit mit dem Gerichtsgebäude unterstreichend. |
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| weitere Sächsische JVA |
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